Ready – Tischset by Purl Soho

dekorativ · zeitlos · langlebig
Beitragsbild zu handgestrickten Tischsets ready - zwei Varianten auf einem Esstisch mit Holzplatte

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Du hast einen tollen Esstisch – eine Platte, die du keinesfalls verstecken möchtest, jedoch beim Essen schützen willst. Und wer Teller, Glas oder Besteck einmal auf Textil abgestellt hat, will es nicht anders. Etwas Schönes, etwas Persönliches. Genau das fehlte mir. Lange Zeit war ich auf der Suche nach dem ultimativen Tischset. Meine grau-melierten IKEA Filzplatten sahen einfach mitgenommen aus und waschen? Fehlanzeige.

Was ich nicht wollte: glatte Materialien, die jede textile Note vermissen lassen. Da fehlt mir die Gemütlichkeit und der Kontrast zur glatten Tischplatte. Nicht alles muss abwischbar sein –  aber waschbar.

Zuerst dachte ich überhaupt nicht an Stricken, bis ich bei Purl Soho über die kostenlose Anleitung der Ready Placemats gestolpert bin. Das war im Frühling 2023. Sofort umgesetzt, sind sie bis heute meine erste Wahl!

Täglich im Einsatz und keine Ahnung, wie oft ich sie seitdem gewaschen habe. Sie sind schön wie am ersten Tag. Einzig die Farben haben sich im Laufe der Zeit etwas verändert, aber nicht unschön. Leinen eben.

"Wenn ihr an einem schön gedeckten Tisch sitzt, passiert etwas Elektrisches. Die Unterhaltungen werden lebhafter, das Essen schmeckt besser, das Mahl wird unvergesslicher ..."

Klingt enthusiastisch? Aber es stimmt. Und das Beste – nach dem Essen dürfen die Tischsets einfach liegen bleiben. Mit den Streifen entsteht genau die richtige Wirkung: interessant, aber nicht laut und der Blick geht zum Tisch, nicht weg von ihm.

Die Tischsets werden im Webmuster gearbeitet – in jeder Reihe wird nur jede zweite Masche gestrickt, die restlichen Maschen einfach abgehoben. Das gibt Stabilität und sieht auf den ersten Blick nicht wie gestrickt aus. In Kombination mit dem Baumwolle-Leinen-Garn entsteht so ein charmanter Vintage-Look, der sich anpasst ohne unterzugehen: an rustikalem Holz genauso wie in einer modernen, aufgeräumten Wohnung. Gerade dort sind diese Sets oft der einzige handgemachte Kontrapunkt.

An meiner neuesten Variante habe ich an einem Sonntagnachmittag beim gemütlichen Cappuccino gestrickt. Die Fotos entstanden im Cortina in Oberhof. Geradliniges Stricken, kein Muster, das Konzentration verlangt – man kann gleichzeitig reden, schauen, genießen, einfach da sein. Ich habe immer eines dieser unkomplizierten Stücke in der Tasche.

Ob für dich selbst oder als Geschenk – Handgemachtes ist immer etwas Besonderes.

Alles Wissenswerte zu Ready - Garn, Maschenprobe sowie Tipps und Tricks

Mit ein klein wenig Mühe kannst du häufig viel bessere Ergebnisse erzielen. Das ist meine Arbeitsweise und mein Anspruch.

Basis: Bomull-Lin von Drops Garnstudio
Farbstreifen: Paris und Bomull-Lin von Drops Garnstudio

Variante 1: Basis Bomull-Lin Col. 03 sand – 100 g, Streifen Paris Col. 32 (nicht mehr im Programm) alternativ Col. 77 zarte Orchidee – 50 g, Streifen Paris Col. 43 waldgrün – 50 g.
Variante 2: Basis Bomull-Lin Col. 15 hellgrau – 100 g, Streifen Paris Col. 102 spray-blue – 50 g (Hinweis: Diese Farbe ist aus recycled Denim und fällt in der Maschenprobe etwas größer aus als das normale Paris. D. h. die farbigen Streifen werden etwas breiter als der Rest des Tischsets. Ist zwar nicht weiter störend, aber nicht ganz optimal. Bei Variante 1 ist das nicht der Fall.)
Variante 3: Komplett aus Bomull-Lin, Basis Col. 15 hellgrau – 100 g, Streifen Col. 16 black – 50 g.

Wenn du möchtest, kannst du dich an meinen Garnvarianten orientieren. Natürlich können Garne oder Farben vom Hersteller jederzeit geändert oder ganz aus dem Programm genommen werden. Deshalb meine Empfehlung: Stricke dein ganz individuelles Unikat nach deinem Geschmack.

Fertige Maße des Tischsets: 34 cm Breite, 45 cm Länge
Nadelstärken: 4 mm für die Basis,
3 mm nur für die Reihe des Maschenanschlags
Maschenprobe im Webmuster: 24 Maschen/40 Reihen = 10 x 10 cm
Hinweis zu meiner Maschenprobe – Ich stricke eher locker, deshalb kann die Maschenprobe bei dir abweichen. Bitte beachte ebenfalls, dass die Maschenanzahl für das Webmuster ganz anders ausfällt, als im Glattstrick auf der Banderole des Garns, da sich das Muster extrem zusammenzieht.

Maschenanschlag: Für meine gewünschte Breite von 34 cm, schlage ich 84 Maschen an. Solltest du mehr oder weniger Maschen verwenden, achte auf eine gerade Anzahl. Ich verwende dazu den Long Tail Cast on. Du kannst dir gerne die Anleitung und das Video von Purl Soho dazu ansehen. Es ist dabei die zweite Variante mit Video ganz unten – Sling shot Cast on.
Ganz wichtig: Verwende für den Maschenanschlag unbedingt eine dünnere Nadel, da sich die Anschlagsreihe gegenüber dem restlichen Muster nicht zusammenzieht und sonst insgesamt zu breit wird. Wechsle aber für deine erste gestrickte Reihe sofort auf die Basisnadel.

Kontrolliere die fertige Breite deines Tischsets nach ungefähr 3 cm Länge und vergleiche es mit deiner gewünschten Breite. Da die Breite auch mit Maschenprobe noch variieren kann, kannst du die Maschenanzahl jetzt noch anpassen. Zögere nicht für den Neuanfang, wenn es nicht deiner gewünschten Größe entspricht.

Hinweis zur Fertigstellung des Projekts: Da es sich um relativ dicke, mehrfädige Garne handelt, empfehle ich zum Vernähen der Fäden, jedes Garnende in zwei dünnere Portionen aufzuzwirbeln und diese separat zu vernähen. Das geht viel einfacher und unsichtbarer. So erhältst du automatisch auch eine schöne Unterseite, die du auch mal als Oberseite verwenden kannst.

Pflegehinweise: Die Tischsets sind pflegeleicht und lassen sich prima im Schonwaschgang der Waschmaschine bei 30° – 40° C waschen. Zum Trocknen verwende ich folgenden Trick: Ich lege sie auf ein günstiges Plattenfilz-Tischset vom Discounter. Es hat die richtige Größe und  dient als Schablone. So kann ich die feuchten Tischsets wunderbar in Größe und Form zurechtziehen und so trocknen lassen.

* Transparenzhinweis: Empfehlungen werden erst dann wirklich hilfreich, wenn sie nachvollziehbar sind – mit genauer Bezeichnung, einem genannten Ort, einer Quelle oder einem weiterführenden Link. Damit solche Nennungen und Verlinkungen von Anfang an transparent eingeordnet werden können, kennzeichne ich den Beitrag vorsorglich als „unbezahlte Werbung“.

Alles, was in diesem Beitrag vorkommt, habe ich selbst ausgewählt und auf eigene Kosten erworben, besucht oder genutzt. Es besteht keine Kooperation, keine Provision und keine Affiliate-Verlinkung.